Aerodynamik

Der Wunsch jedes Piloten

Sehr gutes Steigen, exzellentes Gleiten auch bei hohen Geschwindigkeiten, optimale Kreisflugleistungen sowie insgesamt sehr gutmütige Flugeigenschaften. Dieser Wunsch konnte bei der Antares in die Realität umgesetzt werden. Der aerodynamische Entwurf ist das Ergebnis eines mehrjährigen Forschungsprojektes und wurde kompromisslos aus einem Guss gestaltet. Alle denkbaren Optimierungschancen wurden dabei genutzt.

Tragflächengrundriss

Bei der aerodynamischen Auslegung der Antares 20E war die 18 m-Variante Antares 18T bereits integraler Bestandteil. Es war eine große zusätzliche Herausforderung bei der aerodynamischen Auslegung der Antares-Baureihe, mit einem optimierten Flügelgrundriss für 20 m Spannweite einen ebenso optimierten Grundriss für 18 m Spannweite zu realisieren. Das Kunststück ist gelungen. Für beide Spannweitenversionen wurden einem möglichst geringem induzierten Widerstand zuliebe superelliptische Grundrisse verwirklicht.

Das Geheimnis dieses Tricks steckt in der Geometrie des Innenflügels. Sie enthalten ein rund zwei Meter langes rechteckiges Innenstück, welches ohne große Konsequenzen gekürzt werden kann. Für die Antares 18T werden diese Flügelteile um je einen Meter gekappt. Ein weiterer Vorteil dieses Ansatzes ist, dass die Flügelformen bis auf ein variabel gestaltetes Innenteil für beide Antares-Versionen verwendet werden können.

Das Ergebnis der Grundrissoptimierung ist eine Flügelgeometrie mit einem induzierten Widerstand, der nur 0,1 % über dem Wert für den ungeschränkten elliptischen Tragflügel liegt, der das theoretische Optimum darstellt. Für gutmütige Flug- und Überzieheigenschaften sorgen unter anderem die Flügeltiefenerhöhung im Außenflügel in Kombination mit den Winglets. Die Winglets sind mit den Tragflächen als aerodynamische Einheit entworfen worden und ermöglichen eine Absenkung des induzierten Widerstands um weitere 5 %. Somit beträgt der induzierte Widerstand des 18 m-Antares-Flügels nur noch 95% des ebenen elliptischen Flügels derselben Spannweite.

Hohe Flächenbelastung

Zur Erzielung bestmöglicher Segelflugleistungen unter allen denkbaren Wetterbedingungen wird dem Piloten der Antares 18T ein extrem breites Spektrum für mögliche Flächenbelastungen zur Verfügung gestellt. Mit einer minimalen Flächenbelastung von 31,9 kg/m² lassen sich auch noch die schwächsten Aufwinde an kaum fliegbaren Tagen nutzen, während der Vorwärtsdrang der Antares 18T bei einer maximaler Abflugmasse von 660 kg (G/Smax = 60,2 kg/m²) nur noch begeistert. Die Flüge mit der Antares 18T und die Erfahrungen mit der Antares 20E haben bewiesen, dass die Antares 18T auch bei maximaler Flächenbelastung sehr sensibel die Thermik mitteilt und auch sehr gut mit enger, zerrissener Thermik zurechtkommt.

Die Tragflächen der Antares 18T sind mit sechs Integraltanks ausgestattet, die zusammen 208 l Wasserballast aufnehmen können. Dieses extrem große Tankvolumen wird dadurch erreicht, dass der Flügelholm des Innenflügels im Vergleich zu üblichen Ausführungen deutlich nach hinten verlegt worden ist. Um Schwerpunktsverschiebungen durch den Ballast auszugleichen, verfügt die Antares 18T über auf zwei Kammern aufgeteilte 6 l Tankvolumen in der Seitenflosse, so dass insgesamt 214 l Wasser getankt werden können.

Das Wasserballast-System ist komplett dreistufig ausgelegt. Die Abstufung ist 214l , 170l und 110l, wobei automatisch dem Trimmtank in der Heckflosse passend zu den Tragflächentanks entleert wird. Somit ist  eine Anpassung der Flächenbelastung im Fluge möglich, ohne die Schwerpunktlage negativ zu beeinflussen. Daraus resultiert eine optimale Schwerpunktelage bei allen Beladungen.

Schnellflug

Die Aerodynamik der Antares-Familie ist auf hohe Gleitgeschwindigkeiten hin ausgelegt worden. So erzielt der Antares 18S/T das beste Gleiten je nach Flächenbelastung zwischen 100 km/h und 135 km/h. Es wird empfohlenen, stets Wasserballast mitzuführen. denn aufgrund der Optimierung im Schnellflugbereich kann der Pilot einer Antares 18S/T durch hohe Flächenbelastungen in den meisten Überlandflugsituationen einen spürbaren Gleitvorteil herausfliegen.

Handling

Die Antares 18T ist durch die Auslegung der Flügelklappen als durchgehende Flaperons extrem wendig. Die Klappensteuerung erfolgt durch ein neuartiges zum Patent angemeldetes Steuersystem. Darüber hinaus konnte durch die konsequente Verwendung von hochqualitativen Kugellagern statt Gleitlagern der Reibungswiderstand in der gesamten Steuerung erheblich reduziert werden, was eine sehr leichtgängige Steuerung zur Folge hat.

Große Leitwerksflächen mit hohen Streckungen und modernsten Profilen gewährleisten eine perfekte Steuerbarkeit unter allen Flugbedingungen und Beladungszuständen bei geringst möglichen Leitwerkswiderständen.

Hochausfahrende, dreistöckige Schempp-Hirth-Bremsklappen erlauben steile und sichere Landeanflüge bei geringem Auftriebsverlust. Dies bewirkt, dass sich die Überziehgeschwindigkeit durch das Ausfahren der Klappen nicht wesentlich erhöht.

All diese Faktoren machen die Antares 18T zu einem sehr leichtgängig zu steuernden und äußerst agilen Flugzeug. Die Antares 18T fliegt stabil, reagiert gleichzeitig sehr mitteilsam auf thermische Aktivitäten und bietet eine Steuerbarkeit, die vielen 15 m-Fliegern überlegen ist.

Antares 18T: Der sportliche Renner