Gerd Spiegelberg Wettbewerb und Wandersegelflug mit der Antares 18T

„24. April 1968“ kommt es wie aus der Pistole, fragt man Gerd Spiegelberg, seit wann er fliegerisch aktiv ist. Damals saß er mit 17 zum ersten Mal im Segelflugzeug. Seither hat der gelernte Fahrzeugbauer rund 7.600 Stunden in Segelflugzeugen verbracht, davon etwa zehn Prozent in seiner Antares 18, mit der er seit sechs Jahren unterwegs ist. Zahlreiche sportliche Erfolge konnte das dreimalige Nationalmannschaftspilot und Gebirgsspezialist in all den Jahren bereits erfliegen: je drei Mal Landesmeister in Hessen und NRW, Zweiter bei der DM 1996 in der Standardklasse, Barron Hilton Cup 2000, Grand Prix in Sankt Moritz 2010, um nur einige zu nennen.

Von seiner Antares 18T berichtet er selbst:
„Ich kenne die LS-10 und die ASG-29, für deren Anlassverfahren es sehr enge Betriebsgrenzen gibt: Ist man zu schnell, kann der Motor überdrehen, ist man zu langsam, will er nicht starten. Man muss also sehr weit vorausplanen. Entscheidet man sich erst bei 150 Metern Höhe zum Anlassen, ist es meistens zu spät. Also sagte ich zu Axel Lange: ,Baue einen Anlasser ein!‘ Mit Zylinderkopftemperatur-Anzeige und Verstellgas wurde das Unterfangen aber komplexer.

So erhielt ich meine Antares 18T Ende Juli 2013. Nach wie vor bin ich bei jedem Flug aufs Neue begeistert von den tollen Flugeigenschaften, dem komfortablen Cockpit und der perfekten Ruderabstimmung, die ich ja schon von der Antares 18S kannte, als die mein Flugzeug ja ursprünglich geliefert wurde. Lange Flüge sind so ermüdungsfrei möglich.

Anfang Mai gab es dann eine persönliche Premiere – ich bin einer Außenlandung problemlos entgangen und 70 Kilometer mit Motor nach Hause geflogen: Das war schön!

Mir gefällt es, die Sicherheit zu haben, wenn man bis zum Abend einen Flug voll ausreizt, ihn auch zu Ende zu bringen. Früher wollte und konnte man manche thermische Situation nicht mehr nutzen. Heute kann ich viel mehr probieren, und das bringt auch sportlich größere Chancen. Das ist klar ein psychologischer Aspekt, denn der verlässliche Antrieb bedeutet auch ein hohes Maß an innerer Sicherheit. Wettbewerbe werden zwischen den Ohren entschieden. Im August findet in Stendal die Qualifikation für die DM statt, und ich denke, ich habe jetzt sehr gute Karten.

Und sollten die Wettbewerbserfolge auf deutscher Ebene nachlassen, freue ich mich auf den Wandersegelflug mit der Antares. Zwar gibt es wenig Platz an Bord, aber ich habe einen dünnen Schlafsack und experimentiere mit einer leichten Tankanlage, um am Ziel autark zu sein. Auch dafür ist die 18T genau das richtige Flugzeug.“

In diesem Frühjahr hatte Gerd schon mehr als ein Dutzend tolle lange und schnelle Flüge mit seiner Antares 18T, so von Lienz (AT) aus im April schnelle Föhnflüge von bis zu 1131 km.