Dieter Frühauf Antares auf dem Flugplatz Großes Moor – Werknummer 3

Am Ende meiner Ferien konnte ich der lang ersehnten Auslieferung meiner Antares nun endlich entgegensehen. Als sie am Freitag, den 6. August im Hänger auf unseren Flugplatz rollte, war sie im Nu aufgerüstet und erhob sich zu ihrem ersten Flug in ihrer neuen Heimat. Seitdem hatte ich in nur 20 Flügen mehrere fliegerische Erlebnisse, die ohne das Antares-Konzept nicht möglich gewesen wären, die aber sicherlich zu jedem Fliegertraum dazugehören.

  • So war es mir spontan möglich bei einer extrem warmen und böigen Wetterlage ohne jegliche Hilfe jeden Tag in meine aufgerüstete Antares zu steigen und bei spät einsetzender Thermik noch schöne Flüge zu erleben.
  • Bei ungünstigen Bedingungen (Gegenwind), aber mit der Sicherheit eines Motors, flog ich von Norden aus in den Harz und kreiste über dem Brocken. Besonders beeindruckt war ich von den Gleiteigenschaften der Antares auf dem Rückflug. Bei einer Abflughöhe von 1700 m kam ich im Direktflug auf unserem 100 km entfernten Flugplatz in 600 m Höhe an.
  • Fliegen kann man auch, wenn zwei Winden und die Schleppmaschine ausfallen. Man startet dann höchstens mit schlechtem Gewissen.
  • Bei einem Überlandflug mit 700 m Basis und vorausgesagten Gewittern am Nachmittag erfolgte der Endanflug dann auch im starken Regen. In 200m Höhe entschied ich mich kurz vor dem Platz den Motor auszufahren. Das ist in dieser geringen Höhe möglich, denn man verliert dabei höchstens 20m. An diesem Tag flog sonst niemand über Land.
  • Die letzten Flüge erfolgten bei schönem Wetter jedoch mit zerrissener schwacher Thermik und 400 bis 500 m Basis; also Wetter für verlängerte Platzrunden von Ka 8 bis Ls 8. Mit der Antares fliegt man auch an solchen Tagen vom Platz weg, besucht Segelflieger auf anderen Plätzen, sieht sich einfach nur die Landschaft aus niedriger Höhe an oder beobachtet Kraniche bei ihrem Verbandsflug gen Süden.

Das einzige Problem, das ich mit der Antares habe, liegt in den für mich nicht nachvollziehbaren Reaktionen einiger Vereinskameraden. Ich erfreue mich trotzdem an der Antares, auch wenn nicht jeder diese Freude mit mir teilen kann. Im nächsten Jahr visiere ich große Flüge an und bin Herrn Lange nach wie vor dankbar, dass er dieses Konzept verwirklicht hat.